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Tag des Studiums 2010: Bachelor-Studienangebote weiterentwickelt - Studierende und Lehrende stellten Ergebnisse des Bologna-Checks vor

Er kündigte ein universitätsweites Informationsmanagement an: Prof. Dr. Andreas Frommer, Prorektor für Studium und Lehre, im Gespräch mit Radio Wuppertal-Reporterin Verena Rübner.

Die Qualität der Lehre wurde von den Studentinnen und Studenten der Bergischen Universität quer über alle Fächer hinweg positiv bewertet. Dagegen wurde zum betreffenden Zeitpunkt die Studienorganisation in einigen Bereichen als deutlich verbesserungswürdig angesehen. Den Lehrenden war vor allem die Überregulierung durch zahlreiche gesetzliche Vorgaben ein Dorn im Auge. Das waren wesentliche Aussagen des Bologna-Checks 2010 an der Bergischen Universität. Zu Beginn des Jahres hatten Universitätsleitung und Fachbereichen gemeinsam eine umfassende Bestandsaufnahme sämtlicher Bachelor-Studiengänge eingeleitet. Ziel: Konkrete Verbesserungen zu identifizieren und Maßnahmen zeitnah umzusetzen. Prof. Dr. Andreas Frommer, Prorektor für Studium und Lehre während des laufenden Prozesses: „Entscheidend ist für uns die Beteiligung von Studierenden und Lehrenden in allen Phasen dieses Prozesses.“

In den sieben Fachbereichen der Bergischen Universität evaluierten 27 (!) Kommissionen die Studiensituation in den Bachelor-Studiengängen. Die Kommissionen empfahlen und dokumentierten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Studiengänge. Dabei war die Beteiligung der Studierenden umfassend wie nie: Grundlage der Kommissionsarbeit waren Daten aus Studierendenbefragungen, die im Mai 2009 und im Januar 2010 erhoben wurden. Studierende arbeiteten in den Kommissionen aktiv mit. Fachschaftsräte und Fachbereichsräte kommentierten die verfassten Berichte. Der „Tag des Studiums“ gab Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit zur Diskussion, bevor die Umsetzung der Verbesserungen begann.

Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch im Gespräch mit Mitarbeitern der universitätsweiten Initiative "Qualität in Studium & Lehre (QSL)".

Das Feedback der Studierenden fiel zweigeteilt aus: Die Qualität der Lehre, also die Art der Vermittlung und die Qualität der Inhalte wurden im Wesentlichen und quer durch die Fächer positiv bewertet. Die Qualität der Studienorganisation wurde dagegen in einigen Bereichen als deutlich verbesserungswürdig angesehen. Hier setzte die Bergische Universität in den Folgemonaten gezielt an. Die Lehrenden thematisierten vor allem die Überregulierung und die durch sich ständig ändernde gesetzlichen Vorgaben entstehenden Unsicherheiten.

Bereits mit dem Start des Verfahrens konnten unmittelbar Verbesserungen in der Studiensituation erreicht werden. Wesentlich war die Präzisierung der Anwesenheitspflichten, die alle Fachbereiche betrifft. Anwesenheitspflicht ist demnach nur in solchen Veranstaltungen zulässig, in denen Präsenz für den Kompetenzerwerb notwendig ist, z. B. Laborpraktika, Exkursionen und bestimmte Seminare. Die erstellten Kommissionsberichte zeigen seinerzeit weiter, dass die bis dato häufig praktizierte Kleinteiligkeit im Prüfungssystem deutlich reduziert werden musste, um größere Freiräume für ein an eigenen Interessen geleitetes Studium zu schaffen.

Bis zum Beginn des Wintersemesters 2010/11 wurden zahlreiche Prüfungsordnungen von Bachelor-Studiengängen an der Bergischen Universität reformiert. Eine Übersicht über die neuen Prüfungsordnungen findet sich hier.

Prof. Frommer auf dem Tag des Studiums 2010: „Im Bereich der Studienorganisation wird es erforderlich sein, die Abläufe im Prüfungswesen besser zu koordinieren und ein auf den Bologna-Modulen basierendes universitätsweites Informationsmanagement aufzubauen.“ In diesem Zusammenhang hat sich die Bergische Universität auch um die von Bundesbildungsministerin Annette Schavan auf der Nationalen Bologna-Konferenz im Mai 2010 angekündigten Mittel des Qualitätspakts für die Lehre beworben.

Wegen der allseits positiven Resonanz soll das Bologna-Check-Verfahren zu einem festen Bestandteil des Wuppertaler Qualitätsmanagements weiterentwickelt werden.

 

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