Das Mentorensystem - Studienerfolg durch intensive Betreuung
Seit dem WS 2001/02 fügt sich in das breit gefächerte Betreuungsangebot für Studienanfängerinnen und Studienanfänger an unserer Universität ein weiterer Baustein ein: das Mentorensystem.
Ein besonderes Problem des Übergangs zwischen Schule und Hochschule ist der plötzliche Wechsel zwischen Fremd- und Eigenverantwortung und die damit entstehenden neuen Freiheiten im Studium. Das Mentorensystem bietet eine Hilfestellung bei diesem Übergang und gibt den Studienanfängerinnen und Studienanfängern durch seine Verbindlichkeit eine gewisse Sicherheit.
Im Folgenden wird Ihnen die Struktur des Mentorensystems ausführlich dargestellt. Eine Liste der Mentorenbeauftragten der Fachbereiche ist hier abrufbar.
Ziele
Durch das Mentorensystem soll der Studieneinstieg erleichtert und von Studienbeginn an der direkte Kontakt zwischen den Hochschullehrern und den Studierenden hergestellt werden. Die Mentoren sollen insbesondere dazu beitragen, dass eventuelle Anfangsschwierigkeiten in der Studieneingangsphase bewältigt, zeitraubende Irr- und Umwege oder Leerlaufphasen vermieden werden können und so das Studium zielstrebiger durchgeführt werden kann. Ziel ist es, die begrenzten zeitlichen Ressourcen der Studierenden in angemessener Weise zu nutzen und die Studienzeiten sowie Abbrecherquoten zu reduzieren.
Der erste Kontakt
Die Zuteilung der Studierenden zu den Mentoren erfolgt automatisch durch die Fachbereiche. Diese erhalten auf der Grundlage der Angabe des ersten Studienfaches die Studierendendaten an zwei Stichtagen im Semester (SS = 01.04. und 01.05.; WS = 01.10. und 15.11.) durch die Hochschulverwaltung (Dez. 2).
Das Verfahren der Zuordnung innerhalb des Fachbereichs kann von Fachbereich zu Fachbereich variieren.
Die Initiative zu einem ersten Kontakt geht von den Mentoren aus, in der Regel laden sie zu Beginn der Vorlesungszeit schriftlich oder mündlich zu einem ersten Treffen ein. Die Studienanfängerinnen und Studienanfänger müssen sich nicht selber eine Mentorin oder einen Mentor suchen.
Die Treffen der Mentorengruppe
Während des ersten Studienjahres werden die Studierenden von ihrer Mentorin oder ihrem Mentor mindestens zwei Mal pro Semester zu einem gemeinsamen Treffen gebeten. Die Mentorengruppe ist der Rahmen, in dem die Begegnung mit der Mentorin oder dem Mentor zunächst stattfindet. Diesem Rahmen und der weiteren Ausgestaltung der Treffen, wie Ort, Zeit und Häufigkeit, sind wenige Grenzen gesetzt. Bei den Treffen haben die Studierenden in zwangloser Atmosphäre und ohne direkten Bezug zu einer Lehrveranstaltung oder bevorstehenden Prüfungen die Möglichkeit, über alle sie interessierenden Fragen des Studiums zu sprechen, auf Probleme hinzuweisen und Schwierigkeiten zu diskutieren. Durch diese Treffen entlasten sich auch die Mentoren, da so die ständige Wiederholung gleicher Informationen in den regulären Sprechstunden vermieden wird. Selbstverständlich stehen die Mentoren ihren Studierenden aber auch für Einzelberatungen zur Verfügung.
Die Bescheinigung
Am Ende des zweiten Semesters laden die Mentoren die Studierenden zu einem Abschlussgespräch ein. Sie orientieren sich über den Studienverlauf, die im ersten Jahr gemachten Erfahrungen und beraten zum weiteren Studium. Über die Teilnahme am Mentorensystem wird nach diesem Abschlussgespräch eine Bescheinigung ausgestellt. Ein Muster einer solchen Mentorenbescheinigung ist hier zu finden.
Verbindlichkeit
Die Teilnahme am Mentorensystem ist für alle Studienanfänger verpflichtend. Eine Bescheinigung über die Teilnahme am Mentorensystem muss zur Zwischenprüfung bzw. Bachelorprüfung verbindlich vorgelegt werden.
Weitere Empfehlungen
Sollten die Studierenden eine Mentorin oder einen Mentor in einem anderen Fach (z.B. dem zweiten Studienfach) bevorzugen, dann können sie sich selbstverständlich in diesem Fach eine neue Mentorin oder einen neuen Mentor suchen. Die Studierenden sind angehalten, ihre zugewiesene Mentorin bzw. ihren zugewiesenen Mentor über diese Entscheidung zu informieren. Für den Fall, dass die Studierenden eine Fächerkombination mit inhaltlich nicht verwandten Fächern - beispielsweise Physik und Germanistik - studieren, wird ihnen empfohlen, sich in demjenigen Fach, in dem sie nicht automatisch eine Mentorin oder einen Mentor zugewiesen bekommen haben, eine weitere Mentorin oder einen weiteren Mentor zuweisen zu lassen. Dazu können die Studierenden den Mentorenbeauftragten des Fachbereichs, in dem das Fach angesiedelt ist, kontaktieren.
Sollte bei einigen Studierenden tatsächlich kein Beratungsbedarf vorhanden sein, so ist das weitere Vorgehen im Zuge des ersten Treffens mit der Mentorin oder dem Mentor zu klären.
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